Über zwei Jahre haben Wissenschaftlerinnen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften, im Rahmen des Förderprojekts zum Thema Nutzpflanzenbestäubung geforscht. Die Bedeutung der Wildbienen kann dabei gar nicht überschätzt werden, denn viele Wildbienenarten spielen als Bestäuber eine wichtige Rolle in unseren Gärten und in den Agrarsystemen. So sind 62 Prozent unserer Kulturpflanzen von der Ökosystemdienstleistung Bestäubung abhängig. Doch über 30 Prozent der Wildbienen stehen auf der Roten Liste Deutschlands und sind als mindestens gefährdet eingestuft. Der starke Rückgang der Insekten in Deutschland wird mit der Intensivierung der Landwirtschaft und dem Verlust an natürlichen Lebensräumen in Verbindung gebracht.

Wildbienen als Kulturpflanzenbestäuber identifizieren und schützen
Nach weiteren vier Jahren Arbeit ist ein Praxishandbuch entstanden, welches die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Nutzpflanzen im Obst- und Gemüseanbau und Bestäubern beleuchtet. Das Buch erläutert anhand bebilderter Steckbriefe von Apfel, Kirsche und Co., welche Wildbienenarten (und selten andere Insekten) hinter der jeweiligen Bestäubungsleistung stehen. Zudem zeigt das Buch, welche praktischen Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Wildbienenarten beitragen, um die Erträge von Früchten zu steigern und welche Maßnahmen nötig sind oder was es unbedingt zu erhalten gilt, um den Wildbienen Lebensräume zu bieten. Die wissenschaftlich fundierten Empfehlungen bereiten einer ertragreichen Land- und Gartennutzung den Weg und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.
Projektübersicht
- Projektlaufzeit: Juli 2019 bis Juni 2021
- Projektträger: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften
- Zuwendungshöhe: rund 80.000 Euro
- Finanziert aus: Erträgen der Glücksspirale




