Das Pilotprojekt zum Schutz bedrohter Feldvögel wurde innerhalb des EU-Vogelschutzgebiets „Hohenloher Ebene östlich von Wallhausen“ im Landkreis Schwäbisch Hall umgesetzt und zeigt in vorbildhafter Weise, was entstehen kann, wenn Naturschutz und Landwirtschaft an einem Strang ziehen.
In Projektträgerschaft des Regierungspräsidiums Stuttgart, Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege, wurden in den Jahren 2013 bis 2020 durch die Wiedervernässung eines landeseigenen Grundstücks und die Ansaat von lichten Blühflächen auf sonst intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen Brut-, Rast- und Nahrungshabitate für Bodenbrüter geschaffen – und das mit Erfolg. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den beiden Zielarten Kiebitz und Wachtelkönig.
Mit Hilfe eines Wildkameramonitorings sowie einer Brutvogelkartierung konnten im Laufe der Zeit zahlreiche Vogelarten nachgewiesen werden, wenn auch der erwünschte Bruterfolg des im Fokus stehenden Kiebitzes bisher noch ausblieb. Als regelmäßiger Brutvogel im Gebiet gilt jedoch der seltene Wachtelkönig. Im Jahr 2019 konnte erstmalig wieder eine Brut des Rebhuhns nachgewiesen werden und die Feldlerche zeichnet sich durch eine landesweit außergewöhnlich hohe Revierdichte aus.
Zur nachhaltigen Sicherung der Flächen werden mit den Bewirtschaftern abgestimmte Pflegeverträge abgeschlossen.




